Andere Filme
Alte Schinken
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“BREAK” hatte ich ja schon lange als erledigt abgehakt, bis mir neulich die “Uncut”-Version aus Österreich in die Hände kam und ich feststellte, was man alles hätte sehen können, wenn die FSK doch ein wenig weniger pingelig gewesen wäre, sondern die Maßstäbe einer “SAW”-Reihe angelegt hätte.
Eigentlich bin ich auch ganz froh, so sehen weniger meinen unförmigen Körper im “Making Of” und “Behind the scenes”.
Leider verpasst Ihr dann auch Badis Comedyeinlagen.
Naja, egal. Eigentlich war ja alles über den Film geschrieben und gesagt und ich hatte ich als Erfahrung verbucht.
Nun kommt unser kleiner Stinker doch zu größeren Ehren. Nachdem er ja bereits in Filmnationen wie Brasilien, Skandinavien Uganda, Korea, Japan, irgendwelche asiatische Länder verkauft wurde, ziehen plötzlich das Vereinigte Königreich von Großbritannien und irgendwelche ehemaligen Kolonien hinter dem Teich, die USA nach.
Das generiert in den einschlägigen Blogs doch etwas mehr Promo, als man das damals dachte. Sogar Mr. Harry Knowles von “Ain’t it Cool News” möchte über den Film informiert werden. Da wir nun bereits in den Dreharbeiten für “CERUSIT” stecken, fallen auch da gleich ein paar gute Erwähnung für ab. Werbung, die man nicht bezahlen muss. Unbezahlbar.
Was nichts kostet, kann nichts taugen….. oder?
0Hände hoch, wem zu australischen Filmen mehr einfällt als “Mad Max” und “Crocodile Dundee”! Die Klugscheißer, die “Priscilla, König der Wüste” gesehen haben, können die Hände wieder herunternehmen und aufhören zu lesen. Für Euch ist “Tunnel-The Movie” sicherlich nichts. Hier erstmal der Trailer:
Zur Story:
Sydney hat ein Problem. Es ist Sommer, das Wasser ist knapp, die Reservoirs sind aufgebraucht. Die Verwaltung von New South Wales erwägt die Errichtung einer gewaltigen Wasseraufbereitungsanlage unter der Stadt. Als Speicher sollen alte Tunnelanlagen dienen. Erst regt sich Widerstand seitens der Penner, die ihre Unterkünfte in diesen Tunnel haben. Dann stellt die Regierung das Projekt plötzlich ein. Eine ehrgeizige Reporterin wittert eine Story und kommt dem mysteriösen Verschwinden von Leuten in diesem Tunnel auf die Spur. Der Rest ist Buisness as usual: Die Regierung mauert, die Reporterin will die Story, überzeugt ihren Redakteur und sie steigt mit einem EB-Team verbotenerweise in den Untergrund ein. Hätte sie mal lieber lassen sollen….
Zum Film:
Ein typischer “Found Footage”-Film, möchte man meinen. Die Idee, ein EB-Team in eine Stresssituation zu schicken und die Entourage nach und nach zu dezimieren, klingt nach REC. Zwei Kameras dabeizuhaben nach “REC 2″. Aber nee, sooo typisch ist er dann doch nicht. (Und vor allem nicht so schlecht wie “REC 2″) Die Aussies haben ihre Hausaufgaben gemacht.
Kein Cloverfield-Gewackel, der Kameramann ist ein Pro. Also gibts es schonmal den typischen Reportage-Look, von dem solche Filme leben, aber ohne das man seekrank wird. Weil eine Kamera langweilig wäre, wird fleißig zwischen der Hauptkamera und diversen Überwachungskameras hin- und her geschnitten. Später nimmt man dann die obligatorische nachtsichtfähige Amateurcam dazu, die der Redakteur sinnigerweise dabei hat.
Damit das Auge Ruhe hat, werden Interviewszenen mit zwei der Akteure dazwischen geschnitten. Diese sind hervorragend ausgeleuchtet, sauber kadriert und bieten Ruhepole für den Zuschauer. Natürlich gibt es immer genau soviel Infos, das es die Spannung hält und man sich immer fragt, wann haben die diese Interviews gemacht? Sind die nicht alle tot?
Die Schauspieler sind authentisch, liefern eine gute Performance ab. Für Comedyrelief sorgt der Tonmann, fast wie im wirklichen Leben.
“Two weeks you went without headphones.”
“And did anyone notice? No-one noticed!
I don’t even need to hear it,
I feel it on the knobs. ”
(Guter Spruch, mal sehen, welchen Regisseur ich damit nerven kann)
Warum interessiert uns das?
Weil es eben kein “typischer” Genrefilm ist, der irgendwo mit der Unterstützung eines Major-Studios entstanden ist, sondern ein Team von Independent-Filmern wieder mal aufs Crowdfounding gesetzt hat. Und sie haben dafür das “135k-Projekt” ins Leben gerufen. Ihre Rechnung ist einfach. Jeder, der diesen Films gut findet, kauft ein Frame (oder mehr) für einen Dollar. Der Film geht 90min, ergibt 135.000 Bilder. Und das reicht ihnen, um ihr Projekt zu finanzieren. Um ihren (potentiellen) Käufern nicht die Katze im Sack zu verkaufen, gibt es diesen Film auf VODO.net zum kostenlosen Download. Wem der Film gefällt, spendet eben ein paar Dollar oder kauft sich die DVD im Shop. Wer HD haben will, muss sich die 720p-Version via Vodo ziehen.
Fazit:
“The Tunnel” ist ein unterhaltsamer Film, dem man nicht eine Minute ansieht, für wie wenig Geld er entstanden ist. Die Schreckmomente sind clever gesetzt, ohne das es zarte Gemüter zu sehr aus der Bahn wirft, kein Gewaltporno, sondern sorgt für subtiles Schaudern der Zuschauer. Die Charaktere sind authentisch, man fühlt mit ihnen (vom etwas blassen Redakteur mal abgesehen), das “Monster” wird getreu den alten Regeln des Horrorfilms, genau so lange gezeigt, das man etwas gesehen hat, ohne genau zu wissen was.
Kurzum, ein Film, der keinem so richtig wehtut und man sich immer mal wieder in geselliger Runde anschauen kann. Wenn man des Englischen mächtig ist.
Subs gibts auf addic7ed.com Die deutschen Subs benötigen noch etwas Hilfe, c.87% sind übersetzt sind fertig. Beide Versionen sind online.
Für weiter Infos zum Film schaut vorbei auf www.thetunnelmovie.net oder deren Facebookseite
Meine Wertung: 8/10
BREAK kommt im Juli
Tach!
Derzeit erschreckt “BREAK” noch die Franzosen in Cannes, aber ab Juli kommt “BREAK” dann in die deutschen Videotheken. Die FSK hatte eine harte Hand und so wird es nicht der ganze Backwoodterror auf die Rental-DVD schaffen.
Hier die Daten:
Break Release Dates: -RENTAL : 09. Juli 2010
-SALE : 19. August 2010
Das Label wird Sunfilm werden, über die Ausstattung der DVD gibts noch widersprüchliche Informationen.
Kleiner Nachtrag: BREAK ist jetzt bei Amazon vorbestellbar: Amazon.de
INK oder neue Wege fürs Indiemarketing?
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Es war einmal….
ein Filmemacher in der amerikanischen Pampa (Nevada? Colorada?), der eine, wie er fand, spannende Idee für einen Film hatte. Dann fand er genug Freunde, diesen Film umzusetzen und werkelte 14 Monate in der Postproduktion, um seinen Film einen unglaublichen Look zu verpassen. Ergebnis war ein visuell überzeugender und thematisch origineller Film. Danach bot er seinen Film verschiedenen Vertrieben an, die alle dankend abwinkten. Also wurde Ink im Eigenvertrieb als DVD und Blu-Ray auf der Webseite angeboten. So weit so gut, das passiert ständig und ist nichts besonderes.